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Social Media Tipps für Eltern

Hier finden Sie unsere Reihe „Social Media“ in der wir Ihnen nützliche Tipps rund um das Thema „Kinder und der verantwortungsvolle Umgang mit neuen Medien“ liefern.

Hier erhalten Sie Hilfe – wichtige Adressen im Netz: 

www.surfen-ohne-risiko.net
für den ersten Einstieg ins Netz

www.juuuport.de
ehrenamtliche Jugendliche mit Beratung von erwachsenen Experten

www.klicksafe.de
EU-Initiative für mehr Sicherheit im Netz

www.forum-cybermobbing.eu
Bündnis gegen Cybermobbing

Wenn der Online-Spaß zur Hölle wird – Cybermobbing

Cybermobbing ist ein unerfreuliches Thema und selbstverständlich möchten Sie Ihre Kinder vor unangenehmen Erfahrungen im Umgang mit Facebook und Co. beschützen. Das ist auch zunehmend wichtig, denn leider werden die schädlichen Auswirkungen von Online-Mobbing häufig unterschätzt.
 
Ratschläge wie „Lass doch den Computer einfach aus, wenn es dich aufregt“ sind wenig hilfreich, wenn erstmal von sogenannten „Bullies“ eine Hasskampagne gestartet wurde. Die Auswirkungen auf die kindliche Seele können verheerend sein, wenn peinliche Fotos oder Videos tausendfach auf Facebook geteilt und verbreitet werden. Wildfremde Menschen stimmen in den Chor der Bullies ein und tun ihr übriges um die Reichweite des belastenden Materials zu erweitern.
 
Auch legale und technische Hürden werden beim Kampf gegen das Mobbing oft unterschätzt, denn das Internet vergisst nichts. Selbst wenn es gelingt, Fotos und Videos von Seiten wie Facebook entfernen zu lassen – es wird garantiert immer jemanden geben, der von seiner eigenen Festplatte aus das Material wieder in Umlauf bringen kann. So tauchen manchmal noch nach Jahren immer wieder dieselben Fotos im Netz auf. Die strafrechtliche Verfolgung ist schwierig, da Bullies meist anonym handeln und die Server auf denen agiert wird sich im Ausland befinden können – und ausländisches Internetrecht weicht teilweise stark vom deutschem ab.

Am Besten ist es natürlich, dem Cybermobbing vorzubeugen.
Mit einigen einfachen Mitteln kann man die Gefahr deutlich reduzieren. Sensibilisieren Sie Ihre Kinder für folgende Dinge:

1) Vorsicht bei allen persönlichen Angaben, die im Internet gemacht werden! Daten wie E-Mail-Adresse, Wohnadresse, Handynummer oder Privatfotos können von Tätern gestohlen und missbraucht werden. So wenig wie möglich preisgeben!

2) Alle Zugangsdaten wie Log-in-Namen und Passwörter müssen besonders geheim gehalten werden und dürfen an niemanden (nicht einmal den besten Freund/Freundin) weitergegeben werden.  

3) In sozialen Netzen: Vor der Annahme einer Freundschaftsanfrage immer erst den vermeintlichen „Freund“ genau unter die Lupe nehmen. Zu schnell kann durch unbedacht angenommene Anfragen den Tätern Zugriff auf private Fotoalben etc. gewährt werden.

4) Die Privatsphäreeinstellungen bei Facebook und Co. müssen jederzeit auf dem sichersten und aktuellsten Stand sein, nur so vermeiden Sie ein unbeabsichtigtes „Bloßstellen“ von Informationen wie Posts und Fotos.

5) Auch bei perfekt eingestellter Privatsphäre gilt: Nicht über persönliche Probleme und Sorgen reden wie z.B. Liebeskummer, Ärger mit Eltern, Lehrern, Mitschülern usw.

Falls alle schützenden Maßnahmen nicht geholfen haben: Schnell reagieren! Bereits bei den ersten Anzeichen von Cybermobbing sollte Ihr Kind Sie sofort informieren, so dass Sie schnellstmöglichst erforderliche Schritte einleiten können wie z.B. die Schulleitung in Kenntnis setzen, damit die Täter erkannt und gemaßregelt werden können bevor eine Eskalation eintritt. 

An wann Kinder Facebook nutzen dürfen Und wie Sie sie vor Gefahren schützen können

Haben Sie auch schon mal von Ihrem Kind die Frage gehört: „Wann darf ich mich endlich bei Facebook anmelden?“ oder hat sich ihr Kind vielleicht bereits bei dem bekanntesten Sozialen Netzwerk angemeldet, weil all seine Freunde auch dabei sind? Dann sollten Sie sich als Eltern bewusst mit diesem Thema auseinandersetzen um damit verbundene Risiken zu kennen und diese einzugrenzen.
 
Laut den Nutzungsbedingungen von Facebook dürfen Kinder dem Sozialen Netzwerk erst ab 13 Jahren mit einem eigenen Profil beitreten. Da es aber leider keine Altersprüfung gibt und man sich bei einer Registrierung seitens Facebook nur durch die Abfrage des Geburtsdatums absichert, sind bereits viele unter 13-jährige dabei. Seit Ende letzten Jahres überlegen sich die Entwickler daher ob es nicht sinnvoll wäre, einen kontrollierten Zugang speziell für die jüngste Altersgruppe der Nutzer anzufertigen. Jedoch wurde diesbezüglich noch nichts in die Tat umgesetzt.
 

Allerdings bietet Facebook sogar Unterstützung für Eltern und Kinder, um einen einigermaßen gesicherten Umgang mit dem Sozialen Netzwerk zu ermöglichen. Diese Absicherung geschieht durch die sehr strikten Voreinstellungen hinsichtlich der sogenannten „Privatsphäre“ unter der Altersgrenze von 17 Jahren. Und mit dem Begriff Privatsphäre-Einstellungen sollten Sie sich dringend vertraut machen, wenn Sie Ihrem Kind erlauben Facebook zu nutzen. Hier haben Sie es nämlich in der Hand, wieviel ihr Kind mit der Welt teilen kann und wer etwas von Ihrem Kind erfährt. Hier ist es auch wichtig zu wissen, dass Facebook sowieso unter 17-jährigen alle öffentlichen Postings verwehrt. Der Hintergedanke ist hier bereits, dass Kinder und Teenies die Reichweite eines Beitrages noch gar nicht einschätzen können und sich somit auch der möglichen Konsequenzen nicht klar sind. Nur wer innerhalb des Sozialen Netzwerkes mit Ihrem Kind befreundet ist, kann dessen Beiträge lesen und damit interagieren.

Vor diesem Hintergrund sollte Ihr Kind auch nur mit Personen auf Facebook befreundet sein, die es auch aus dem realen Leben kennt. Als Beispiel seien hier Schulfreunde oder Verwandte genannt. Eine Vernetzung mit fremden Personen birgt bei Minderjährigen immer eine Gefahr, da man nie genau weiß, wer sich hinter einer Online-Identität verbirgt.

Jedoch ist ein Verbot ab einem gewissen Alter auch nicht die beste Lösung, da sich Ihr Kind sonst eventuell heimlich bei einem Sozialen Netzwerk wie Facebook anmeldet. Wir raten Ihnen daher, sich zusammen mit Ihrem Kind die Risiken und auch die Vorteile einer Facebook-Nutzung bewusst zu machen und offen zu diskutieren. Begleiten Sie die Registrierung Ihres Kindes bei Facebook aktiv und gehen Sie gemeinsam die Privatsphäre-Einstellungen durch. Nutzen Sie in diesem Zusammenhang die Gelegenheit und schneiden Sie Themen wie Datenschutz und Cyber-Mobbing an.

Wissenswertes über das Blogging – Vor- und Nachteile

Hat sich Ihr Kind schon einmal mit dem Thema „Blogging“ befasst oder betreibt vielleicht sogar schon einen eigenen Blog? Dann sollten Sie einige wichtige Dinge über das Blogging wissen. Ein Blog (zusammengesetztes Kunstwort aus den Wörtern „Web“ und „Log“ =Logbuch) kann viele Facetten haben: Von professionellem Journalismus über Bastelanleitungen bis zu Internet-Romanen findet man im Netz Inhalte zu allen erdenklichen Themen. Beliebte Blogger können sogar zu Berühmtheiten werden und die Meinung der Öffentlichkeit beeinflussen. Populäre Blogging-Plattformen sind zum Beispiel tumblr, Livejournal oder MySpace, aber es gibt natürlich auch deutschsprachige Seiten, die ihren Nutzern eine Blog-Funktion anbieten. Auch Twitter zählt zu den Blog-Plattformen; es handelt sich hier um einen sogenannten Microblog. Kinder nutzen einen Blog meist als Online-Tagebuch in dem sie ihre persönlichen Erlebnisse und Meinungen formulieren.

Blogs sind sowohl eine große Chance als auch ein großes Risiko. Die Formulierung ihrer Gefühle hilft den Kindern, sich selbst besser kennenzulernen. Wenn man morgens den Schulbus verpasst hat und dadurch den halben Tag frustriert war, kann man sich den Ärger einfach von der Seele schreiben und vielleicht im Nachdenken über das Geschehene neue Schlüsse über sich selbst ziehen. Kinder werden freier im Schreiben und können ihre Kreativität ausleben. Wenn sie über ein Thema schreiben, das sie begeistert, werden oft ungeahnte Fähigkeiten freigesetzt. Akribisch können sie dann stundenlang zu ihrem Lieblingsthema recherchieren und Fakten zusammentragen, z.B. über Tiere, Sport oder das Lieblingsbuch. Natürlich lassen sich all diese Dinge auch analog mit einem Stift und einem Blatt Papier verwirklichen aber unser Lebensalltag verlangt eine zunehmende Anpassung an das Medium Internet. Daher sollten Eltern ihren Kindern rechtzeitig den verantwortungsvollen Umgang damit beibringen.

Die Risiken, die sich beim Führen eines Blogs ergeben, liegen klar auf der Hand: Kinder schreiben ohne an Konsequenzen zu denken, so können schnell private Probleme im Blog landen und für alle sichtbar werden. Eine Online-Plattform ist eben doch kein gebundenes Tagebuch, das im Kleiderschrank versteckt werden kann, damit es niemand liest. Ganz abgesehen von peinlichen Situationen lauern hier auch handfeste Gefahren, wenn z.B. Unbekannte in scheinbar hilfsbereiter Absicht mit Ihrem Kind über das Internet in Kontakt treten. Vorsicht gilt selbstverständlich bei allen Internet-Plattformen, bei denen Ihr Kind eigene Inhalte bzw. Postings online stellt.

Wenn Sie Ihrem Kind (ab Teenageralter allein, vorher mit Ihrer Hilfe) ermöglichen möchten, einen Blog zu führen, überprüfen Sie anfangs die Beiträge die Ihr Kind veröffentlicht bis Sie sicher sind, dass es die Grenze zwischen öffentlichen und privaten Themen begriffen hat. Es gelten natürlich auch alle anderen gängigen Sicherheitsmaßnahmen, auf die wir in unserem Beitrag „Cybermobbing“ hingewiesen haben.

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